Qualitätsmanagement
Bolta ist europaweiter Marktführer bei der Herstellung galvanisch oberflächenveredelter Kunststoffteile. Unser hoher Marktanteil resultiert z.B. aus unserer Innovativität und Flexibilität. Ganz sicher ist es aber auch die Qualität unserer Produkte, die unsere Kunden zufrieden stellt und diese immer wieder zu uns zurückkehren lässt. Was ist eigentlich Qualität und wie lässt sie sich gerade für unsere Produkte definieren?
Qualität ist nichts anderes als die Erfüllung festgelegter Anforderungen. Darunter versteht man im Allgemeinen z.B. lange Lebensdauer, Eleganz, vor allem aber Funktionalität und Produktsicherheit. Qualitätsprodukte haben keine Mängel, Schäden oder Fehler und führen damit auch nicht zu Reklamationen, Mängelrügen und Folgekosten.
Qualität definiert immer der Kunde!
Es ist immer der Kunde, der entscheidet was er für „Gut“ und was er für „Schlecht“ befindet. Jedoch ist es hilfreich und für die Entwicklung von Bolta zwingend erforderlich, die Qualitätsbestimmenden Anforderungen so früh und genau wie möglich zwischen den Beteiligten abzustimmen. Dies ist Aufgabe unserer Qualitätsvorausplaner (QVP) aus dem
Bereich Qualitätswesen. Für jedes neue Produkt stimmen sie die Qualitätskriterien mit unseren Kunden ab. Viele dieser Anforderungen (wie z.B. Maßhaltigkeit oder Mindestschichtstärken für Kupfer, Nickel und Chrom) sind einfach zu beschreiben und daher schon von vornherein in technischen Zeichnungen oder so genannten Lastenheften spezifiziert.
Deutlich schwieriger wird die Definition von „Gut“ und „Schlecht“ bei der Beurteilung von Oberflächenstörungen, die das Aussehen der Produkte beeinträchtigen. Hier hat sich die Festlegung von Grenzmustern etabliert. Gemeinsam mit dem Kunden werden fehlerbehaftete Teile bewertet und je nach Ausprägung, Lage und Art der Fehlermerkmale als Gut (IO) oder schlecht (NIO) definiert. Für eine ruhige Lieferersituation über mehrere Jahre hinweg werden in der Regel mehrere Sätze gleicher Grenzmuster erstellt, die dann in unserer Fertigung, den Kontrollbereichen, aber auch beim Kunden vor Ort als ständige Referenz dienen. Da diese Muster für Bolta eine Art Versicherung darstellen, ist der pflegliche Umgang mit diesen Teilen dringend erforderlich.
Auf Grund der Vielzahl von Fehlermerkmalen, den unterschiedlichen Bewertungszonen auf Bauteilen und der stets subjektiven Bewertung der kontrollierenden Person ist die Trennung von „Gut“ und „Schlecht“ eine ständige Gratwanderung zwischen unnötig hohem Ausschuss und der Gefahr von Kundenreklamationen. Um die „Fehltritte“ auf diesem schmalen Grat zu minimieren wurde das Projekt „Grenzmuster“ ins Leben gerufen. Die Projektmitglieder Christian Falk, Melanie Burger, Ralph Heinlein und Jörgen Streicher arbeiten mit Unterstützung aller Fachbereiche an der permanenten Verbesserung der Kontrollergebnisse. Einzelne Ziele wie z.B. Katalogisierung der Grenzmuster, Mustertafel für Chrommasken, regelmäßige Sammelausschussbetrachtung beim Kunden (Montaplast, Peguform) wurden bereits umgesetzt. Andere, wie die Einführung regelmäßiger Aufmerksamkeits- und Sehtests stehen noch an.
Da die Faktoren, die die optische Kontrolle unserer Bauteile beeinflussen vielfältig und unterschiedlichster Natur sind, freuen sich die Projektmitglieder über Anregungen, aber auch Kritik jeder Art, um dem Ziel der gleichzeitigen Ausschuss- und Reklamationsminimierung Schritt für Schritt näher zu kommen. Denn eines ist sicher: Jedes Gutteil im Ausschussbehälter und jedes Schlechtteil beim Kunden ist mit Sicherheit am falschen Ort.
Dateidownload: Qualitätszertifikat ISO/IS 16949:2009

